Weltverbesserungen des Jahres 2019

Januar 2019:

Das Problem: Die Straßen der Stadt stinken nach Urin.

Die Lösung:

„Die langen Nächt der Stefanie Hain“

Die erste Weltverbesserungsgeschichte je – schon eine Weile alt, aber immer noch aktuell. Hier die Geschichte als Mitschnitt eines Radiointerviews mit Radio Corax, in dem ich über Weltverbesserungen Auskunft gab; dabei im Folgenden nur die telefonisch eingelesene Geschichte:

„Die langen Nächte der Stefanie Hain“ hören:

 

Februar 2019:

Das Problem: Frauen* ohne männliche Begleitung werden als Freiwild betrachtet und dumm angemacht.

Die Lösung:

„SCHAF e. V.“

Die erste Weltverbesserungsgeschichte, die einen Preis gewann (beim open Mike 2012) – auch schon eine Weile her, aber ich will euch „SCHAF e. V.“ nicht vorenthalten. Als Publikumsliebling wurde die Geschichte dann in der Tageszeitung „taz“ abgedruckt.

Online-Archiv der „taz“ – „SCHAF e. V.“ lesen

Mitschnitt der Lesung im Wettbewerb „open mike“ – „SCHAF e. V.“ hören

 

März 2019:

Jetzt sind wir im Jahr 2019 angekommen, und im März stand er wieder an, dieser spezielle Tag im Jahr.

Das Problem: Das Datum im März, bis zu dem Frau extra arbeiten muss, um das zu verdienen, was Mann bis zum Vorjahresende schon längst in der Lohntüte hatte.

Die Lösung:

„Option C“

Immer im März gibt es den „Equal Pay Day“ (zu deutsch etwa: Tag der Lohngleichheit), der das Lohngefälle zwischen Mann und Frau markiert. Und noch immer ist keine Lösung der Problematik in Sicht – außer natürlich hier auf „Die Welt, verbessert“.

„Option C“ lesen

 

April 2019:

Das Problem: Der Abbruch – bei Schwangerschaften immer wieder mal von Nicht-Schwangeren zu verhindern gesucht, statt die Entscheidung einfach denen zu überlassen, die davon am eigenen Körper betroffen sind.

Die Lösung:

„Demo? Geschichte!“

Bei dem Titel für diese Weltverbesserungsgeschichte habe ich lange gehadert. Die Geschichte spielt auf einer Demo, wobei Demos laut der Geschichte aber wohl bald Geschichte sind – sollte es dann die „Demogeschichte“ sein? Mit oder ohne Bindestrich? „Demo-Geschichte“? Oder eher mit Komma: „Demo, Geschichte“? Oder doch lieber etwas ganz anderes? Was es schließlich geworden ist: „Demo? Geschichte!“

„Demo? Geschichte!“ lesen

 

Mai 2019:

Das Problem: Es rinnt, es tropft, es färbt die Hose rot – das Menstruationsblut. Und weit und breit kein Ort zum Tamponwechseln in Sicht.

Die Lösung:

„Zupfsäule, Frankfurter Tor“

Menstruationsblutfleck in einer weißern HoseEigentlich wollte ich erst mal ein anderes Problem lösen: die 50-Cent-Toilettengebühr. Doch dann schob sich dieses Problem dazwischen, so dringend, wie’s nun mal ist, wenn’s unverhofft blutet und tropft. Und rinnt. Und klebt. Und Hosen färbt. Und … Genug der Vorrede – hier die Lösung:

„Zupfsäule, Frankfurter Tor“ lesen

 

Juni 2019

Im Juni kehrte ich zum allerersten Weltverbesserungsthema zurück: öffentliche Toiletten. Diesmal nicht unter dem Aspekt des Fehlens dieser und dem daraus resultierenden Uringestank in den Straßen der Stadt, siehe Januargeschichte 2019, sondern unter dem Aspekt der Gebühr, die für die Benutzung von doch vorhandenen Klos anfällt – in Kneipen, Restaurants, Bars, Cafés … Kurz gesagt:

Das Problem: Die 50-Cent-Toilettennutzungsgebühr.

Die Lösung:

„Stimme eines Kneipenwirts gegen zwei Uhr morgens, vorliegender Wortlaut überliefert durch den Stammgast Henry Penke, wohnhaft Krausenstraße, Berlin“

 

Juli 2019:

Das Problem: Der Schuh: Besonders als Stöckelvariante gern gekauft und gesehen an Füßen von Frauen* durch Männer, die selbst gar nicht in diesen Teilen laufen können

Die Lösung:

„Wir Stöckelscheindealer vom Prenzlauer Berg“

Beine in High Heels

Richtig viel los ist hier nicht, in den Arcaden, Schönhauser Allee, und das, obwohl Freitagabend ist. Ich stehe an meinem Platz, an dem ich immer stehe; ein paar alte Kunden nicken mir zu. Ich nicke zurück.
„Nachschub?“, frage ich.
„Nein.“

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Weitere Weltverbesserungen 2019

Was im Juli verbessert wird: Diesen Monat in Bearbeitung

Was für später im Jahr noch ansteht: Für die Zukunft geplant

Bei den Weltverbesserungen mitmachen & unterstützen: Das Weltverbesserungsabo

 

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